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  • Was tun, damit der Lichtmangel nicht aufs Gemüt schlägt

    27.02.2013

    Schlechte Nachrichten vom deutschen Wetterdienst - dieser Winter hatte so wenig Sonnenstunden wie schon lange nicht mehr! Nur 85 Sonnenstunden in 3 den letzten Monaten, das liegt deutlich unter dem Durchschnitt von 160 Stunden. Kein Wunder also, dass wir uns alle müde, matt und kraftlos fühlen. Denn dass der Lichtmangel auch auf die Psyche schlägt, ist längst bekannt.

    Sobald die Tage kürzer werden und die graue Wolkendecke tiefer hängt, sinkt bei vielen von uns die Laune. Das ist kein Zufall, sondern Biologie: Der Hormonhaushalt wird maßgeblich durch die Menge und Intensität des Sonnenlichts beeinflusst. Wer besonders sensibel auf diese Veränderungen reagiert, merkt schnell, dass Lichtmangel regelrecht krank machen kann.

    Die Warnsignale: Wenn der Körper auf „Sparflamme“ schaltet

    Eine saisonale Depression beginnt oft schleichend. Das erste Alarmzeichen sind häufig Schlafstörungen: Obwohl man viel Zeit im Bett verbringt, fühlt man sich tagsüber kaum erholt und ständig müde. Weitere typische Symptome sind:

    • Antriebslosigkeit: Jede noch so kleine Aufgabe fühlt sich an, als müsse man gegen einen inneren Widerstand ankämpfen.
    • Gefühlstief: Eine allgemeine Lust- und Freudlosigkeit breitet sich aus.
    • Heißhunger: Oft lässt sich ein gesteigerter Appetit auf kohlenhydratreiche Lebensmittel beobachten.

    Warum das Bürolicht nicht ausreicht

    Studien belegen, dass die klassische „Herbst- oder Winterdepression“ in Wahrheit eine Lichtmangeldepression ist. Das zeigt auch der geografische Vergleich: In nordischen Ländern wie Norwegen oder Finnland sind die Beschwerden weit verbreitet, während sie im sonnigen Südeuropa fast unbekannt sind.

    In Deutschland sind vor allem Menschen gefährdet, die morgens im Dunkeln zur Arbeit fahren und den gesamten Tag im Büro verbringen. Das Problem: Normales Lampenlicht kann den Mangel nicht ausgleichen. Selbst an einem trüben Tag ist das natürliche Sonnenlicht weitaus stärker und effektiver als jede herkömmliche Zimmerlampe.

    3 Strategien gegen den Lichtmangel

    Um dem Risiko einer Winterdepression aktiv entgegenzuwirken, helfen oft schon einfache Anpassungen im Alltag:

    1. Die tägliche Dosis Tageslicht
      Nutze jede Gelegenheit, um natürliches Licht einzufangen. Ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause bewirkt oft Wunder, da die Lichtintensität draußen selbst bei Bewölkung deutlich höher ist als in Innenräumen.

    2. Bewegung an der frischen Luft
      Körperliche Aktivität ist eine natürliche Kraftquelle. Sport oder zügiges Gehen im Freien kurbeln den Stoffwechsel an und helfen dem Körper, die Stimmungshormone besser zu regulieren.

    3. Lichttherapie als Unterstützung
      Spezielle Lichtduschen mit besonders hoher Beleuchtungsstärke können den Lichtmangel effektiv ausgleichen. Diese Geräte werden oft ergänzend zu anderen Maßnahmen eingesetzt, um die dunkle Jahreszeit zu überbrücken.

    In der modernen Depressionsbehandlung bilden diese natürlichen Bausteine – oft kombiniert mit psychotherapeutischen Gesprächen und bei Bedarf medikamentöser Unterstützung – die wichtigste Basis, um die Lebensfreude zurückzugewinnen.

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